German grammar exercises C1/C2

Konnektoren: folglich, sonst

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folglich oder sonst?

[Aufgabe eignet sich auch für B2-Lernende]

1. Nach einer guten Yoga-Stunde oder einer Massage fühlen sich viele Leute entspannt, folglich/sonst schreiben viele der Praxis eine medizinische Wirkung zu.

2. Mediziner allerdings halten das nicht für richtig, denn folglich/sonst wäre das Ergebnis/ der Effekt wiederholbar.

3. Nach der Yogapraxis sollte man entspannen, folglich/sonst kann sich das “Prana” (die feinstoffliche Energie) nicht verteilen, wird gesagt.

4. Im Wald sind viele Pflanzen, folglich/sonst ist die Luft gut, um Joggen zu gehen oder anderen Sport zu machen.

5. Nur Ausdauersport zu machen verkürzt die Muskeln, folglich/sonst kann man leicht eine Sportverletzung riskieren.

6. Eine gute Balance zwischen Ausdauersport und Dehnungsübungen ist wichtig, folglich/sonst kann es leicht zu Zerrungen und anderen Sportverletzungen kommen.

7. Zucker ist wichtig, um Energie für die sportliche Aktivität zu haben, folglich/sonst ist es sinnvoll, wenn die Sportler beim Rennradfahren einen Energie-Drink dabei haben.

8. Der Zuckerkonsum ist einzuschränken, wenn man sich nicht viel bewegt, folglich/sonst kann es zu einer Diabetes-Erkrankung kommen.

9. Beim Profi-Fußballspielen sind die Beine das wichtigste, folglich/sonst lassen viele Profi-Fußballer ihre Beine versichern.

10. Fußballspieler beanspruchen ihre Beine sehr stark, folglich/sonst kann es leicht zu Sehnenentzündung oder einem Muskelfaserriss kommen.

11. Manuel Neuer hatte kürzlich eine Operation, folglich/sonst kann er bei den nächsten Spielen erst einmal nicht mehr teilnehmen.

12. Glücklicherweise ist die Operation gut verlaufen, folglich/sonst könnte Neuer seine Karriere gleich ganz beenden.

13. Schwimmen ist gut für den Rücken, folglich/sonst ist es bei Rückenproblemen sinnvoll.

14. Schmetterling erfordert eine starke Rückenmuskulatur, folglich/sonst müssen viele erst die Muskeln trainieren, bevor sie den Schwimmstil richtig beherrschen.

15. Beim Schwimmen sollte man eine Chlorbrille tragen, folglich/sonst kann man unter Wasser nichts sehen.

 

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Irreale Konsekutivsätze

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1. Ergänze die Sätze unter Beachtung der Wortstellung und Konjunktiv II mit Modalverb in der Vergangenheit!

Beispiel: Die Diskussion dauerte zu lange. Man konnte sich nicht bis zum Ende konzentrieren.

Die Diskussion dauerte zu lange, als dass man sich bis zum Ende hätte konzentrieren können.

 

1. Das Problem war zu vielschichtig. Man konnte es nicht sofort lösen.

2. Die Argumente waren zu schwach. Sie konnten mich nicht überzeugen.

3. Der Zeitraum war zu kurz. Wir konnten das Projekt nicht abschließen.

4. Der Aspekt war zu wichtig. Man konnte ihn nicht vernachlässigen.

5. Die Herausforderung war zu groß. Ich konnte sie nicht annehmen.

6. Der Mitarbeiter war zu achtsam. Es konnte ihm nicht entgehen.

 

2. Formuliere nun den ganzen Satz selbst! Achte auf die Zeiten (Gegenwart oder Vergangenheit). 

1. Es gibt nicht genug Ressourcen. Man kann sie nicht nachhaltig nutzen.

2. Dieses Detail ist nicht wesentlich. Wir sollten ihm keine Beachtung mehr schenken.

3. Die in der Zeitung veröffentlichte Arbeitslosenquote war nicht realistisch. Man konnte sie einfach nicht glauben.

4. Die Verbraucher sind wachsam. Man kann ihnen keine falschen Bioprodukte verkaufen.

5. Dieses Vergehen wird hart bestraft. Ich denke nicht daran, dieses Delikt zu begehen.

6. Es gab neue Erkenntnisse in der medizinischen Forschung, die verblüffend waren. Man konnte sie unmöglich einfach ignorieren.

 

Zusammengesetzte Partizipien

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Bilde erweiterte Sätze. Wandele die zusammengesetzten Partizipien in Relativsätze um wie im Beispiel:

1. frischgepresster Orangensaft -> Weil ich auf meine Gesundheit achte, trinke ich nur Orangensaft, der frisch gepresst ist. 

 

2. umweltschonendes Verhalten

3. hitzebeständiges Material

4. computergesteuertes Verkehrssystem

5. leistungsorientiertes Verhalten

6. zielführende Strategie

7. gewinnbringende Aktion

8. kleingedruckte Schlagzeilen

9. irreführende Information

10. besorgniserregender Vorfall

 

es

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“es” ist obligatorisches Satzelement,

a) wenn es ein Nomen, Adjektiv, Satzteil/ ganzen Satz ersetzt.

b) wenn es eine feste Verbindung mit Adjektiv und/oder Verb eingeht (Ausnahme im komplexen Satz, Beispiele unten).

 

1. Welche festen Wendungen mit “es” kennst du noch?

es regnet/schneit

es ist schwierig/ leicht/ langweilig/ interessant/ (un)wichtig/ (nicht) sicher

es eilig haben

es ernst/ gut meinen

es handelt sich um

es kommt darauf an

 

2. Ergänze “es” an der richtigen Stelle, wenn nötig.

Ist es eine feste Wendung oder ersetzt “es” ein Wort/einen Satz(teil)? Wenn “es” etwas ersetzt, was?

 

1. Diese Deutschaufgaben zu lösen, ist ziemlich einfach.

2. Kann schwierig sein, neben dem Job noch Zeit zu finden, um Deutsch zu lernen.

3. Bei dieser Deutschaufgabe handelt sich um eine Aufgabe für C-Level Lerner.

4. Ob ich mir alle neuen Vokabeln merken kann, ist keineswegs sicher.

5. Denkst du, du wirst bald dein Deutsch verbessern? – Ich hoffe.

6. Mein Onkel ist Deutschprofessor geworden. Er hat weit gebracht!

7. Hast du eine Ahnung, wie viele Menschen momentan Deutsch als Fremdsprache lernen? – Nein, ich weiß leider überhaupt nicht.

8. Es ist hilfreich, wenn geduldige, erfahrene Deutschlehrer gibt, die flexibel einsetzbar sind.

9. Totale Anfänger im Deutschlernen haben nicht leicht.

10. Ich habe nicht nur das Deutschbuch gekauft, ich habe auch gelesen.

11. Die meisten Lernenden sind in Deutschland, er ist nicht. Er ist in Indonesien.

12. Beim Vokabeln-Lernen kommt darauf an, mit einer hilfreichen Methode regelmäßig die neuen Wörter zu wiederholen.

13. Wenn regnet, kann ich nicht raus joggen. Deshalb lerne ich Deutsch.

14. Ob ich Zeit zum Deutschlernen finde, hängt auch davon ab, wie wichtig für mich ist.

15. Ob ich diesen Sommer nach Deutschland reise, kommt darauf an, wie gut mein Deutsch schon ist.

Adjektivdeklination nach Artikelwörtern und nach unbestimmten Zahlwörtern

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Wir betrachten Substantive im Plural. Wichtig zu wissen ist, dass nach Adjektiven/unbestimmten Zahlwörtern (einige, mehrere, verschiedene, viele, wenige, folgende, zahlreiche) ein mögliches Adjektiv genauso wie nach unbestimmtem bzw. Nullartikel dekliniert wird. Artikelwörtern (alle, sämtliche, keine, solche, welche) folgt eine Adjektivdeklination wie nach bestimmtem Artikel.

1) Sortiere die folgenden Phrasen nach unbestimmten Zahlwörtern und Artikelwörtern. Vergleiche!

verschiedene einfache Tests, alle schwierigen Aufgaben, solche fleißigen Schüler, folgende schwierige Aufgaben, einige aktuelle Fragestellungen, welche aktuellen Fragestellungen, solche einfachen Tests, einige mathematische Aufgaben, sämtliche leichten Übungen, zahlreiche aktuelle Erkenntnisse, sämtliche richtigen Antworten, folgende hilfreiche Erklärungen

2) Setze die Endungen jetzt selbst:

Lückentext: Frankfurt

Zahlreiche berühmt__ Attraktionen Frankfurts liegen nicht weit voneinander entfernt in der Innenstadt. Mehrere historisch__ Gebäude sind zu sehen, wie der “Römer” (das Rathaus) und einige traditionell__ Fachwerkhäuser. Es stehen zahlreiche empfehlenswert__ Stadtrundgänge zur Verfügung, und man bekommt einen Einblick in sämtliche beeindruckend__ historisch__ Geschehnisse, darunter solche spannend__ Ereignisse, wie die Tagungen der Delegierten der Frankfurter Nationalversammlung von 1848 bis 1849 in der Paulskirche, der ersten freien Volksvertretung in Deutschland. Verschiedene öffentlich__ Verkehrsmittel führen schnell zu Plätzen, die folgende beeindruckend__ Sehenswürdigkeiten zeigen: der Palmengarten. Dort gibt es solche mysteriös__ Pflanzen, die man in Mitteleuropa sonst gar nicht sieht. Und der  Zoo. Alle neugierig__ Kinder lieben ihn, aber keine mitgebracht__ Hunde sind erlaubt, auch nicht an der Leine. Viele abenteuerlustig__ Touristen machen außerdem gerne eine Kreuzfahrt auf dem Main. Es gibt auch solche außergewöhnlich__, aber lustig__ Aktivitäten, wie zum Beispiel eine Fahrt mit dem Ebbelwei-Express: Man muss selbst in die Pedale treten, bekommt aber Apfelwein zum Trinken dazu. Es gibt noch einige ander__ erwähnenswert__ Seiten von Frankfurt: Im Grüngürtel-Radweg können solche aktiv__ Besucher mit dem Fahrrad fahren, die die Natur lieben. Die Skyline Frankfurts, die man am besten vom Eisernen Steg sieht, und die mehrere hoh__ Banken-Skyscraper einschließt. Dort bekommt man viele atemberaubend__ Fotomotive, besonders bei Sonnenuntergang. Welche anziehend__ Attraktionen kann man in der bedeutenden Großstadt mit 720.000 Einwohnern noch finden? Die Stadt hat viele sympatisch__ und nett__ Einwohner mit ausländischen Wurzeln, dementsprechend hat man bei der Restaurantauswahl praktisch sämtliche international__ Küchen zur Verfügung, oder aber man wählt die traditionelle deutsche Küche, die viele deftig__ Zutaten enthält. Einige abenteuerlustig__ Touristen wollen gerne alle sensationell__ Geheimnisse der Stadt näher kennen lernen und finden die überwältigende Verbindung von Tradition und Moderne.

 

Die Aktionsart: Perfektivierung von Verben ohne “Perfekt”

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Aktionsarten bei Verben sind zum Beispiel:

  • Verlaufsweise des Vorgangs: Einsetzen und Enden des Vorgangs.
  • Punktuelle oder phasenhafte Eröffnung.
  • Herbeiführung eines neuen Zustandes.

Wir schauen uns hier an, wie man das Enden des Vorgangs bei Verben betonen kann.

Auf höherem Niveau (C-Level) sollten Deutschlernende diese verschiedenen Mittel zum Ausdruck einer perfektiven Aktionsart bei Verben nicht vergessen. Damit liegt die Handlung nicht in der Vergangenheit, wie bei der Zeitstufe “Perfekt”, sondern der Fokus liegt auf der Vollendung der Handlung. Der Lernende kennt so die Nuancen und kann sich klarer ausdrücken.

Ich beziehe mich hier auf die Erben-Grammatik.

1. Die Perfektivierung kann bereits im semantischen Stamm des Wortes liegen.
Beispiel: finden (Abschluss des Suchens), treffen (Abschluss des Schlagens), fassen (Abschluss des Greifens), platzen (Abschluss des Dehnens)

2. Perfektivierung mit dem Präfix er-
Beispiele: -füllen, -schöpfen, -schaffen, -schlagen, -kämpfen, -steigen

  • ich habe lange gearbeitet, jetzt bin ich erschöpft (ich habe alles gegeben, “aus mir rausschöpfen lassen”)
  • Gott erschafft die Welt (die Welt ist dann fertig)
  • schlagen – erschlagen (er ist tot dann)
  • erkämpfen – implizit: das Gebiet des Feindes einnehmen
  • steigen – ich ersteige den Berg (ich erreiche den Gipfel am Ende)

Achtung mit er-: kann auch das Einsetzen eines Vorgangs ausdrücken: erblühen.

3. andere schwachtonige und starktonige Präfixe (dem Lernenden auch bekannt als trennbare und nichttrennbare Präfixe)

Beispiele:

  • Er durchsägt das Brett (Blick auf das Ergebnis, den Punkt der Bewältigung des Objekts), er sägte das Brett durch (Blick auf Ablauf und Vollendung der Handlung), genauso:
  • Er schwimmt durch, er durchschwimmt den Fluss.
  • Er durchschaute es (oft: bildlich), er schaute es durch.
  • Der Zug fährt durch (Blick auf Ablauf und Vollendung des Vorgangs), der Zug durchfährt den Bahnhof (resultativ)

4. weitere schwachtonige trennbare Präfixe
Der Zielzustand wird betont in Verben wie: abdunkeln, anfeuchten, auffrischen, ausnüchtern, ausbrennen, ausklingen, ausschlafen

  • die Farben des Gemäldes auffrischen (Fokus auf den Schluss: es soll besser, klarer aussehen)
  • ausnüchtern: so lange keinen Alkohol trinken, bis man voll nüchtern ist.
  • Das Feuer ausbrennen lassen, danach gibt es kein Feuer mehr.
  • ausklingen: den letzten Klang mit dem Musikinstrument spielen, danach ist es still
  • ausschlafen: so lange schlafen, bis man nicht mehr müde ist.

5. unter Umständen ist eine Fügung mit “sich” in diesem Zusammenhang möglich:

  • sich geben (aufhören, vergehen (Schmerzen))
  • sich drücken (sich entziehen)

 

senken/sinken etc. (C2-Übung)

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Wähle das richtige Verb! Vergleiche die Verben in der Tabelle unten.

1) Die Aktienkurse waren gesenkt/gesunken.

2) Auch die ihm vorliegenden Prognosen für das nächste Jahr hatten Herr Müller erschreckt/erschrocken.

3) Mit dem Erfolg des letzten Jahres musste er jetzt mit gesteigerten/gestiegenen Anforderungen rechnen.

4) Schließlich hatte die wirtschaftliche Situation ihn dazu bewegt/bewogen, Veränderungen in Gang zu setzen/sitzen.

5) Herr Müller wollte Kosten senken/sinken und die Produktion sowie den Umsatz steigern/steigen.

6) Außerdem war er der Meinung, es werden zu viele Rohstoffe verschwendet/verschwunden.

7) Am nächsten Tag war er vor das Fabrikgebäude gefahren und hatte das Auto davor gewendet/gewandt.

8) Im Versammlungsraum sprach er mit gesenkter/gesunkener Stimme:

9) Die Erwartungen seien gesteigert/gestiegen.

10) Er hatte sich insbesondere an die kräftigen Arbeiter gewendet/gewandt.

11) Auch ein Arbeiter, der für die Produktion wie geschafft/geschaffen wäre, hätte die Arbeit nicht geschafft/geschaffen, denn nur gesteigerte/gestiegene Konzentrationsfähigkeit könne zu besserer Leistung führen.

12) Er senkte sich/sank auf seinen Stuhl.

13) Er fürchtete, das Ansehen und der Einfluss der Firma könnten sich senken/sinken.

14) Am nächsten Tag hatte sein Kollege ihm zusätzliche Materialien gesendet/gesandt.

15) Die Ratschläge, die er bekam, hatte er gleich angewendet/angewandt.

16) Nach ein paar Monaten hoffte er, dass sich alles zum Positiven gewendet/gewandt hatte.

…mehr Übungen in meiner Sitzung!

 

transitiv, schwach intransitiv, stark
bewegen, bewegte, hat bewegt bewegen, bewog, hat bewogen zu
erschrecken, erschreckte, hat erschreckt erschrecken, erschrak, ist erschrocken
schaffen, schaffte, hat geschafft schaffen, schuf, hat geschaffen
senden, sendete, hat gesendet senden, sandte, hat gesandt
senken, senkte, hat gesenkt sinken, sank, ist gesunken
steigern, steigerte, hat gesteigert steigen, stieg, ist gestiegen
verschwenden, verschwendete, hat verschwendet verschwinden, verschwand, ist verschwunden
wenden, wendete, hat gewendet wenden, wandte, hat gewandt

Lösung: 2,1,2,2,1,1,1,1,1,1,2,beides,2,1,1,2,2,2,beides,1.