German grammar: the linguistic snake explains~~

7. Dec 2015 @ 9:19 : Zero Article in German – Nullartikel (A1)

(Ich beziehe mich auf die “Erben”-Grammatik)

Wir reden über Substantive. Ein Substantiv kann entweder bestimmt oder unbestimmt sein.

Ein Substantiv, das bestimmt ist, hat einen bestimmten Artikel. Der Sprecher möchte “auf bekannte Größen hinweisen, die vom Hörer ausdrücklich genannt sein können, durch vorausgehende oder unmittelbar folgende Redeteile bekannt sein können, oder in seiner Situation (Umwelt) oder Erinnerung (Vorstellungswelt) gegeben sein können.”

Beispiele: Der Hund trägt ein breites Halsband. Gib mir bitte den Stift da drüben. Das Brot dort ist sehr gut. Kannst du mal das Fenster aufmachen?

Der unbestimmte Artikel wird verwendet für “situationsbezogene Größen, die der Sprecher nicht definit benennen kann, will oder muss. Das Substantiv ist hinsichtlich einer genauen Bestimmung der Art (Gattung) und Individualität, der Anzahl und Individualität oder des Umfangs, der Ausdehnung und Menge unbestimmt.”

Beispiele: Hat ihn ein Hund gebissen? (ein beliebiges denkbares Exemplar der Gattung) Ist hier in der Nähe ein Supermarkt? Um ein Omelette zu machen brauchst du eine Pfanne. Ich muss einen neuen Stift kaufen. Ich möchte bitte einen Salat. Vor der Haustür liegt ein Hund (ein erfahrungsmäßig gewisses Exemplar, dessen Art und Individualität der Sprecher zunächst nicht definit bezeichnen will oder kann).
Die Besonderheit ist, dass es den unbestimmten Artikel im Deutschen nur im Singular gibt, der Plural ist artikellos.

In welchen Situationen steht nun im Deutschen kein Artikel vor dem Nomen? Ich habe sie in drei Kategorien eingeteilt:

1.) Namen

Namen benötigen keinen Artikel, weil sie auch ohne diesen bereits bestimmt sind.

So steht kein Artikel vor Eigennamen und ihnen gleichgestellten Substantiven. Auch nicht vor den Namen von Festen (Weihnachten), vor den meisten Ländernamen, Städtenamen und auch nicht vor Firmennamen.

Beispiele: George lernt Deutsch. Sajjad ist Pakistani. Susanne fährt nach Frankreich. Bald ist Weihnachten. Peter arbeitet bei Daimler.

2.) Plural unbestimmter Nomen/ bzw. unzählbarer Nomen

Der Plural unbestimmter Nomen ist artikellos. Beispiele: Ich habe Brötchen gefrühstückt. Er kocht Nudeln. Der See ist umgeben von Bergen. An Ostern suchen die Kinder Eier.

Manche Substantive sind nicht numerusfähig, das heißt sie sind nicht “in gleichartige Einheiten Gegliedertes”, wie zum Beispiel “Obst”. Bei ihnen besteht nur die Opposition der/die/das (bestimmt) oder artikellos (unbestimmt). Beispiele: Das Obst vom Markt muss vor dem Essen gewaschen werden. Ich esse gern Obst.

3.) feste Ausdrücke (u.a. nominale Prädikatskomponenten in der Verbgruppe)

Mathe studieren. Luft holen. Fahrrad fahren. Sport machen. Urlaub machen. Lehrer sein. Unterricht haben. u.a.

 

 

 

18. Mai 2014 @ 15:36 : Nebensätze: subordinierende Konjunktionen

Will man im Deutschen zwei Sätze verbinden, so kann man sie koordinieren (nebenordnen) oder subordinieren (unterordnen).

Subordinierende Konjunktionen (unterordnenden Bindewörter) finden sich dabei überwiegend zur Einleitung adverbialer Nebensätze. Es handelt sich dabei meist um weglassbare Angabesätze im Unterschied zu Ergänzungssätzen, die anstelle eines Satzglieds im übergeordneten Satz stehen (Subjektsatz, Objektsatz mit dass) und meist nicht weglassbar sind.

Bei allen Nebensätzen steht das deutsche Verb am Ende.

Hier ist ein Überblick über die subordinierenden Konjunktionen:

 

 

click to enlarge
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klick on the graphic to enlarge.

Beispiele und Übungen in meinem Unterricht.

Eine Übung zu Finalsätzen (damit) findet sich hier in meinem Blog.

Eine Übung zu adverbialen Nebensätzen des Grundes (weil, obwohl) findet sich hier in meinem Blog.

Eine Übung zu adverbialen Nebensätzen des Mittels (indem) findet sich hier in meinem Blog.

 

 

14. Apr 2014 @ 17:38 : Pronominaladverbien (B1+)

warm up: Beantworte folgende Fragen: 

Worauf wartest du?~~ Fang an: 

Wofür interessierst du dich?

Worum geht es in deinem Lieblingsfilm/ Lieblingsbuch?

Worauf freust du dich?

Worüber ärgerst du dich?

Womit bist du unzufrieden?

Woran liegt das?

Woran erinnerst du dich gern?

Wofür nimmst du dir Zeit?

Mit wem triffst du dich nachher?

Woran möchtest du teilnehmen?

Woran arbeitest du?

Womit bearbeitest du deine Textdateien?

Womit unterstützt du deine Kollegen/ Freunde?

Worum hast du dich gekümmert?

Wonach beurteilst du deine Bekannten?

Worum wirst du beneidet?

Wofür bedankst du dich?~~ Ich gebe dir gerne Deutschaufgaben~

 

Pronominaladverbien

…sind Verbindungen von Demonstrativpartikeln “hier” bzw. “da” oder auch “wo” (interrogativ gebraucht) mit verschiedenen (insbesondere lokalen) Präpositionen.

Beispiele: hier-mit, da-mit, hier-an, da-r-an

(Beachte: Bei vokalisch anlautenden Präpositionen wird ein “r” zwischen Demonstrativpartikel und Präposition eingefügt: da-r-an)

Präpositionen dienen eigentlich dazu, Substantive an ein anderes Wort (Substantiv, Verb oder Adjektiv) anzuschließen. Der Vorteil der Pronominaladverbien ist nun, dass sie anstelle von einer substantivischen Ergänzungsbestimmung zum Verb stehen können, insbesondere, wenn diese vorher im Kontext bereits genannt wurde.

Beispiele: Ich bedanke mich dafür. (= Ich bedanke mich für das Buch.)
Ich interessiere mich dafür. (= Ich interessiere mich für Yoga.)

Die Pronominaladverbien sind meistens nur sachbezogen, das heißt, das fehlende Substantiv muss eine Sache sein und kann keine Person sein.

Beispiele: Worauf wartest du? – Ich warte auf Unterrichtsbeginn.
Auf wen wartest du? – Ich warte auf Anna.

Worüber ärgerst du dich? – Ich ärgere mich über das Testergebnis.
Über wen ärgerst du dich? – Ich ärgere mich über Anna.

(Beachte: “daneben”, “darunter”, “davor”, “dazwischen” können sich auch auf Personen beziehen, wenn diese Teil einer Gruppe sind.)

Die Pronominaladverbien erscheinen oft mit angeschlossenem Gliedsatz:

Beispiele: Erinnerst du mich bitte daran, dass ich die Pflanzen gießen muss?
Kümmerst du dich bitte darum, dass Hans den Müll rausbringt?

 

 

11. Apr 2014 @ 16:11 : Personal Pronouns Introduction (A1)

warm up:

Papa kauft Dennis kein Eis: 

Personalpronomen

— in contemporary German, we do not have different personal pronouns for addressing a child, an adult or a man or a women. We only have the formal “Sie”, which is declined like the third person plural, and “du” (informal).

 

With personal pronouns you address the participants of a speaking situation.

ich/wir: is the speaker (ich = singular, wir = plural)

du / ihr: is the addressee (du = singular, ihr = plural)

Personalpronomen03_engl

If you are talking about something or someone,  er / sie / es (singular) / sie (plural) will be used. Most often, the object or person is absent, but in context already mentioned.

Es” is often used as a connector in German and does not necessarily have to refer to a neuter noun.

Personalpronomen04_engl

You use “sich” instead of accusative or dativ, if Agens and Patiens are identical. Obviously, this is only possible for specific verbs.
–> Ask for “Reflexivität” and “reflexive Verben” in my session~~

In the following exercise, please replace the nouns with personal pronouns. You will get more exercises in my session.

Adrien kocht für seine Freundin. 

Adrien macht eine Suppe für seine Freundin.

Adrien brät ein Hühnchen für seine Freundin.

Adrien macht einen Salat für seine Freundin.

Adrien kocht Nudeln für seine Freundin.

Adrien macht eine Mousse au Chocolat für seine Freundin.

Adrien ist müde.

 

31. Mär 2014 @ 16:36 : Overview Adjective Declination Endings

Here is an overview about the endings for adjective declination in German (you can see here how often we use -en):

 

Adjektivdeklination

 

 

 

24. Mär 2014 @ 11:48 : Accusative or Dative: The Grammatical Case (A1+)

How can we decide if an object (noun) in German is in accusative case or in dative case?

When should I apply the dative, what about the accusative?

Verbs and prepositions will be helpful is letting you know if an accusative object or a dative object will follow.

The best way to learn the verbs, which are followed by accusative, which are followed by dative, or which can be followed by both accusative and dative is through practice.
In this article of this blog, you will find the typical common dative expressions we use in everyday life.

That’s for the verbs. Now, the prepositions: Some of them take the accusative, some of them the dative.
But there are also some prepositions that can change the case they reign; we call them “Wechselpräpositionen” (“changing praepositions”) in German. For them it is good to know, that the prepositions which answer the German question “wo?” (“where?”), and therefore refer to a situational meaning, are followed by dative. Those prepositions which answer the German question “wohin?” (“whereto?”), and therefore refer to a directive meaning, are followed by accusative.
Here is a graphic that shows the prepositions and their cases:

Praepositionen

 

Tricks to figure out what case to use (remember that these are guidelines, please do not generalize!)

  •     The person is mostly the dative object, the thing is usually the accusative object.
  •     The object that is closer to the verb is usually the dative object, more distant one is the accusative object.

About the prepositions that reign either accusative or dative: Do you like teachers singing and rhyming? Here are two videos (thank you Sean from Denmark) You can learn the prepositions through a rhyme, if that is an easier way for you to remember:

Accusative Prepositions in German (Youtube)

Dative Prepositions in German (Youtube)

 

17. Mär 2014 @ 19:15 : Präfix und Objektbezug bei Verben

Morphologie:

Ein taiwanesischer fortgeschrittener Student fragte mich:

“Wenn ein Verb mit der Vorsilbe be- verbunden wird, ist es dann auch wahrscheinlicher, dass es reflexiv gebraucht wird?”
Wie zum Beispiel: danken, aber: sich bedanken

Ich habe recherchiert, und in der Erben-Grammatik finden wir tatsächlich, das das Präfix be- bei Verben oft einen Objektbezug herstellt (Beispiele: herrschen/ sitzen/ wohnen, aber: etwas beherrschen/ besitzen/ bewohnen)

“Als Kennzeichen […] einer objektbezogenen Tätigkeit dienen […] Partikeln, die als unbetontes Präfix eine feste Bindung mit dem Verbum eingehen und mehr oder weniger ‘morphologisch systematisiert’ als ‘Transitionsindikator’ auftreten: be (signalisiert Objektbezug bzw. – bei einem bereits transitiven Grundverb – ‘betonte Objektbezogenheit’, wobei meist die Vorstellung einer Annäherung an ein Objekt oder dessen völlige Erfassung durch die jeweilige Verbalhandlung ausgedrückt wird) -greifen, -rufen, -wirken; -schreiten, -siegen, -springen. [..]” [Ebenso für ent-, er-, ver-, zer-] (Erben 108)

Genaueres in meinem Deutschkurs!

Danke für die Anregung, Chien-Tung!

 

16. Okt 2013 @ 10:47 : Phonetik: Fusion von Präposition und Artikel

A) Fixed Situation

Dativ feminin:

bei der             in der                an der

Dativ maskulin und neutrum:

fusion01

B) Movement

Akkusativ/Dativ (with “zu”)

Akkusativ feminin:

in die        an die

fusion03

Akkusativ maskulin:

in den        an den

Dativ mit “zu”, maskulin: 

zu dem -> zum (look below)

Akkusativ neutrum:

fusion02

 

4. Sep 2013 @ 7:06 : Adjective Endings (A1): The Red Apple

Here is the structure.

Adjektivendungen

Have a look at it. I will give you some exercises (fill in the gaps) now.

 

 

26. Aug 2013 @ 17:29 : What is a (grammatical) case? What do you need it for? (A1)

Recently, a Cantonese student asked me what the (grammatical) case is and what it is used for. Since the concept of declining nouns may be alien to speakers of the Chinese languages, I will shortly introduce the “cases” in German.

An Introduction to “Cases”:

In German we have the nominative, possessive, accusative and dative. Simply speaking, when the noun is in nominative it is providing the action. The noun in accusative (object) is mostly the passive part in the action, it is often a thing, not a person. The noun in the dative case is often the person, who receives something (or the one, from whom something is taken). The noun in possessive case obtains something.
–> But do not generalize! These guidelines should help you understand that nouns can represent different roles in the sentence and that every specific case has a different role.

So, why do we need to decline the nouns?

Take this sentence for example: Hans likes Anna

Hans mag Anna.

So, Hans likes Anna, but, does Anna like Hans? In the Chinese language we wouldn’t know if Anna likes Hans, because in the Chinese language the word order of the sentence is relatively fixed and that indicates the role of the noun (the case).
But in German the word order is very flexible. In German, the example above could also mean that Anna likes Hans; it depends on where you put the stress. So Anna could be the nominative noun and Hans the accusative noun, that is also possible.

The above mentioned example is in fact ambiguous, because personal names generally don’t change in German.

Since the word order is flexible and wouldn’t indicate the role of the noun, we have the cases. That means: declination and endings. “We have to ‘label‘ the nouns.” as said by my student Brian today.

Note one futher example here: Anna gives the baby to the aunti:

Anna gibt der Tante das Baby.
Anna gibt das Baby der Tante.
Das Baby gibt Anna der Tante.
Der Tante gibt Anna das Baby.

All these sentence structures are possible in German. And we don’t get confused because the cases indicate which role a specific part of the sentence “plays”.

 

14. Aug 2013 @ 9:44 : Passive Voice (B1)

“Passiv” means, that the same actual situation is described from another perspective.

On a semantic level you can decide: who is the “Agens” (causer, cause), the “Patiens” (person concerned, effect) and the action (mostly the verb).

For the verb: we have a morphological category of the verb to express active or passive voice, that is the “Genus Verbi“. –> ask for the verbforms in my session.

You can transform a sentence from active voice into passive voice by replacing the subject, which in simple sentences is the “Agens”, with the object, which in simple sentences is the “Patiens”, so that in the end the Patiens is the subject.

More simple please~~~:
The object turns into the subject, the subject becomes the object. The verb changes its form. In that case, the basic (semantic) meaning stays the same.
Example:

passive voice

Please also have a look at the verbforms in the sentences:

-> Ich habe sie eingeladen.

-> Ich bin eingeladen worden.

1. Which sentence is active voice, which passive voice?
2. Translate: Who invites whom?


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