Kreativität im Unterricht

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Intro: Teste dich selbst. Wie viele Verwendungsweisen für eine Gabel findest du?

1. a. Wann hattest du zuletzt folgendes Erlebnis? Einen Moment der Inspiration. Eine unerwartete Idee. Eine (leise) Ahnung, die zu einer wichtigen Entdeckung führte.

b. Wann ist die kreativste Zeit des Tages für dich?

c. Nenne einen Ort, der für dich Quelle der Inspiration war/ ist.

d. Welche Person hat dich inspiriert/ inspiriert dich und warum?

e. Wie reagierst du, wenn du diesen plötzlichen Moment der Kreativität oder Inspiration hast?

2. Zur Definition von Kreativität.

Guilford nennt drei Kriterien für kreatives Denken. Versuche Beispiele für jedes aus deiner eigenen Erfahrung zu finden:  

a. Geschwindigkeit (Schnelligkeit der Ideengenerierung)

b. Flexibilität (die Fähigkeit, sich durch einen Wechsel der Herangehensweise aus der Routine zu befreien)

c. Originalität (das Streben nach ungewöhnlichen Denkansätzen bei Problemen, für die es keine richtige Antwort gibt)

3. Allgemeine Strategien für mehr Kreativität nach Torrance (Auswahl):

a. Die Fähigkeit, Probleme zu finden

b. Die Fähigkeit, möglichst viele alternative Lösungsansätze zu finden

c. Kombinieren und neu zusammensetzen

d. Flexibel und offen sein (auch: Ambiguitätstoleranz)

e. Die Umgebung wahrnehmen (z.B. Emotionen) und sie aufnehmen (nutzen)

f. Bewegung, Klang und Visualisierungen nutzen

g. Konzentriert, engagiert und motiviert sein

h. (Voraussetzung): Spezifisches Wissen und bereichsspezifische Fähigkeiten

Denke daran: Kreative Menschen brauchen auch Selbstvertrauen und Risikobereitschaft. Nur mit viel Mut kannst du dein volles Potenzial ausschöpfen.

4. a. Was bedeutet für dich, ein „kreativer Lehrer/ kreative Lehrerin“ zu sein? Wie wichtig ist es für dich, im Unterricht kreative Ansätze einzusetzen? Versuche, 3 – 5 Ideen zu finden.

[Lösungsbeispiele:

i. Ich mag es nicht, im Unterricht nur nach dem Lehrbuch zu Unterrichten. Für mich gehört zur Kreativität auch, alte Regeln zu hinterfragen und sie unter Umständen zu brechen, oder anders gesagt, signifikante Änderungen daran vorzunehmen, eben experimentieren.

ii. Ich möchte die Lernenden mit originellen Aufwärmübungen überraschen, oder versuche Wege zu finden, die Grammatik anders, zum Beispiel anschaulich und unterhaltsam, zu präsentieren, damit auch Sprachungeübte Zugang finden.

iii. Für mich ist das Wichtigste im Unterricht Spaß, und ich nutze fantasievolle Abwandlungen der Aufgaben, damit die Lernenden sich freuen und stärker motiviert sind.]

b. Denke an einen kreativen Lehrer/ eine kreative Lehrerin, den/ die du in der Vergangenheit hattest. Versuche, dich möglichst lebhaft an die Details zu erinnern. Wie hast du dich dabei gefühlt?

c. Ändere die Perspektive: Du bist jetzt der/die Lernende. Was bedeutet es für dich, einen kreativen Lehrer/ kreative Lehrerin zu haben?

5. Warum Kreativität im Unterricht? Drei Ideen aus Chaz Pugliese: “Being creative – The challenge of change in the classroom”.

a. Wenn die Lerninhalte überraschend sind, trägt das dazu bei, dass die Lernenden sie sich leichter merken können.

b. Originelle Aufgaben motivieren, Lernende und Lehrende. Es ist die beste Methode, um Routine zu vermeiden.

c. Inhalte lassen sich leichter personalisieren.

6. Beispiele für kreative Umsetzungen im Unterricht (Ideen aus Chaz Pugliese: “Being creative – The challenge of change in the classroom”):

a. Stell dir vor, es geht gerade um “Grimms Märchen” und der Lernende soll sich eines aussuchen und den Inhalt wiedergeben. Sei kreativ! Lass sie zum Beispiel die Geschichte rückwärts erzählen.

b. Oder du als Lehrkraft erzählst das Märchen, aber nimmst komische Änderungen vor, die der/die Lernende korrigieren muss (flipped classroom). Dann frage den/die Lernende/n, welche der von dir als Lehrende gemachten Änderungen er/sie gerne behalten würde.

c. Du erzählst von deinem letzten Urlaub, letztem Wochenende oder einem anderen erlebnisreichen Tag, aber du als Lehrkraft sprichst die Sätze nicht zu Ende. Stattdessen stoppst du an einer geeigneten Stelle und lässt die Lernenden die Sätze beenden und damit erzählen, was dir passiert ist.

d. Finde im Internet witzige und/ oder komische Buch- und Filmtitel. Lies sie vor und lass dann die Lernenden erzählen, worum es in dem Buch oder Film geht.

e. Frage die Lernenden, welche bekannte/ berühmte Person sie gut finden. Erzähle dann, dass sie jetzt die Möglichkeit hätten, diese Person zu treffen. Welche Fragen würden sie dieser Person stellen wollen?

7. Improvisierst du manchmal, also reagierst du spontan auf das, was gerade in der Luft liegt?

Es wird gesagt, man braucht mindestens 10 Jahre Unterrichtserfahrung, bis man so viel spezifisches Wissen und bereichsspezifische Fähigkeiten entwickelt hat, dass man spontan nach Situation entscheiden kann, welche Ideen am besten anzuwenden sind, bzw. wie man sie in dieser Situation am besten abwandeln kann.

B-Level: Mit Gutenberg ins 21. Jahrhundert

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Mit Internet und Digitalisierung finden wir ein neues Layout für Texte, die wir am Bildschirm lesen können. Aber es ist mehr als das. Als lesender Internetbenutzer ist man beteiligt, liket, kommentiert. Wir können also auch sehr schnell widersprechen und unsere eigene Meinung posten, zum Beispiel durch einen Kommentar auf einer Nachrichtenwebsite, falls das zugelassen wird.

Dieser Trend ist aber gar nicht so neu, wie er sich anhört. Vor etwa 600 Jahren hatte Johannes Gutenberg den modernen Buchdruck mit beweglichen Metalllettern erfunden. Das revolutionäre war nicht nur, dass Bücher nicht mehr mit der Hand abgeschrieben werden mussten, sondern schneller, billiger und in größeren Mengen vervielfältigt werden konnten. Die Erfindung des Buchdrucks bedeutete damals schon, dass Interessierte mehr Informationen bekamen, die sie auch kritisch lesen und widersprechen konnten. Tatsächlich sind die Postings im Internet nur eine Beschleunigung des Austauschs, der dort in Echtzeit stattfinden kann.

Aber bedeutet das Internet jetzt, dass der Print ausstirbt? Beim Besuch des Gutenberg-Museums in Mainz war ich sehr erstaunt, die Gutenberg-Bibel zu sehen. Wie kann es sein, dass ein etwa 600 Jahre altes Buch noch so gut erhalten ist? Tatsächlich ist das Buch immer noch ein extrem sicheres und stabiles Speichermedium. Es ist immer verfügbar, denn man kann es bei Bedarf einfach aufschlagen. Während die ältere Generation noch das Gefühl bevorzugt, mit den Fingern das Papier spüren zu können, es riechen zu können und die Blätter rascheln hören zu können, sieht die Generation, die mit der elektronischen Kultur aufgewachsen ist, vieles anders. In Sekundenschnelle wird gesurft, gescrollt und geklickt. Wird in Zukunft der Medien-Mix bestehen bleiben? Welche Formate uns in Zukunft noch begegnen werden, bleibt abzuwarten. Aber Johannes Gutenbergs Idee vom gedruckten Buch wird so schnell nicht mehr wegzudenken sein.

1. Was ist das Neue im Zeitalter Digitalisierung und Internet?
a. Dass wir auf Nachrichtenartikel reagieren können.
b. Die Geschwindigkeit, mit der wir auf Nachrichtenartikel reagieren können.
c. Dass wir Nachrichten schneller, billiger und in größeren Mengen vervielfältigen können.

2. Was hat die Verfasserin an der Gutenberg-Bibel erstaunt?
a. Dass die Texte in verschiedenen Farben gedruckt sind.
b. Dass das Buch immer noch in so einem guten Zustand ist.
c. Dass sie mit der Hand geschrieben ist.

3. Was schätzt die ältere Generation an gedruckten Büchern?
a. Man kann sie mit allen Sinnen genießen.
b. Sie enthalten keine Werbung.
c. Man kann sie bei Bedarf einfach zuschlagen.

4. Wie ist das Medienverhalten der jüngeren Generation?
a. Es werden mehr Medien im Internet in kürzerer Zeit aufgerufen.
b. Sie konsumieren viel mehr Videos, und nur noch wenige Texte.
c. Sie lesen insgesamt weniger.

B-Level: Immer erreichbar?

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“Zeit lässt sich aus der Dauer bemessen, die das Zäsiumatom braucht, um seinen Zustand zu wechseln. Eine Sekunde ist das 9 192 631 770-Fache der Periodendauer der dem Übergang zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus…”

Echt jetzt? Wie kommt es, dass etwas so Winziges wie ein Atom uns so viele Schwierigkeiten bereiten kann? Kaum haben wir die Frist für die Abgabe eines wichtigen Papers geschafft, wird uns auch schon die nächste Frist gesetzt. Oder andersherum, wir finden uns an der Bushaltestelle und warten und die Zeit will einfach nicht vergehen. Zeitempfinden ist nun mal nicht so gleichmäßig wie die Zustandsveränderung des Zäsiumatoms. Und obwohl es das Problem, zu wenig Zeit zu haben, vielleicht schon seit Beginn der Menschheit gibt, hat sich doch noch einiges mit dem Zeitalter der Digitalisierung verändert.

Mit der schnellen Übertragung von Nachrichten wurde “Echtzeit” ein Begriff, der besagte, dass der Prozess im Computer so schnell ablaufen würde, wie er in der Realität brauchen würde, ohne Verzögerung. Aber das hieß zunächst auch, dass man dann die Nachricht sofort empfangen würde und auch sofort darauf antworten würde. Das Ideal, ständig erreichbar zu sein, wurde jedoch bald verworfen, und tatsächlich ist “offline” als Status mehr und mehr akzeptiert.
Sicher, da ist die Angst, dass man etwas verpasst. Im Posteingang sind neue Nachrichten, und man bekommt es einfach nicht mit. Andererseits kennt wahrscheinlich jeder das Gefühl, dass die Newsletter oder die Informationen, die man über andere Kanäle erhält, gar keine so wichtigen Informationen enthalten, und wir sie sowieso mit “read later” (also später lesen) markieren. Diese, auf später verschobenen, Nachrichten häufen sich dann in der Mailbox.

Wir haben wahrscheinlich alle schon gelernt, dass das “Echtzeit-Paradigma”, die ständige Erreichbarkeit zu nichts führt. Manchmal muss man einfach abschalten und sich nichts daraus machen, wenn man mal nicht erreichbar ist. Die gewonnene Zeit wird uns guttun. Und auch wenn wir den Eindruck haben, Zeit verginge langsamer oder schneller, die Zustandsveränderung des Zäsiumatoms wird mit beeindruckender Gleichmäßigkeit weiter vor sich gehen.

1. Warum erwähnt die Reportage das Zäsiumatom?
a. Das Zäsiumatom ist das Atom, das seinen Zustand am schnellsten verändert.
b. Es ist eine Methode, um die Zeit sehr genau zu messen.
c. Es ist radioaktiv und gesundheitsschädlich.

2. Was ist das Problem mit der Zeit?
a. Wir haben immer zu wenig davon.
b. Manchmal vergeht sie zu schnell und manchmal zu langsam.
c. Es tut nicht gut, zu viel Zeit zu haben.

3. Welches Problem entstand mit der Vernetzung über das Internet?
a. Nachrichten werden sehr schnell übertragen, und sollten auch gleich gelesen und beantwortet werden.
b. Wir haben Stress, weil zu viele Informationen im Internet angeboten werden.
c. Wir haben zu wenig Speicherplatz für die ganzen Daten.

4. Was ist KEINE Lösung dafür?
a. Den Status “offline” setzen.
b. Die Heizung abschalten.
c. Gleichgültig bleiben.

B-Level: Der Konsument. Oder: der Prosument?

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Sicher, beim Marketing geht es darum, kundenorientiert zu sein, dass wir also versuchen, uns nach den Wünschen der Kunden zu richten. Aber wir können uns noch so sehr auf die Kunden konzentrieren, wenn sich die Kunden nicht auf uns konzentrieren. Das Ziel ist eigentlich, Kunden für uns zu gewinnen. Sie sollten so begeistert von unseren Produkten sein, dass sie sie mit anderen in sozialen Netzwerken teilen. Kunden werden zu Fans, mit denen wir als Marketingabteilung interagieren. Nichts könnte besser sein als loyale Kundenbeziehungen, Kunden, die als Follower ihre Erfahrung mit unseren Produkten als Selfie oder Vlog ins Internet stellen.

Besonders wertvoll sind Influencer mit hoher Follower-Anzahl. Man kann sich vorstellen, dass diese, wenn sie vor einer Schar von mehr als 5000 Followern unsere Produkte empfehlen, dazu beitragen, dass wir unseren Absatz massiv steigern. Denn man sagt ein Drittel der Konsumenten kaufen das, was jemand ihnen empfohlen hat. Produzent und Konsument verschmelzen zum Prosumenten, Handel wird kollaborativ. Die Kunden werden aktiv bei der Auswahl und Gestaltung der Produkte mit einbezogen, zum Beispiel durch eine Crowdsourcing Kampagne.

Marketing hängt stark mit dem Vertrauen der Kunden zusammen. Kanäle müssen beobachtet werden, Interaktion muss schnell und gut überlegt sein. Schließlich will niemand einen Shitstorm der Empörung auslösen.

1. Worum geht es – laut Text – beim Marketing?

a) Es geht darum, sich voll und ganz nach den Wünschen der Kunden zu richten.

b) Es geht nicht nur darum, kundenorientiert zu sein, sondern auch darum, treue Kunden zu gewinnen.

c) Es geht primär darum, den Absatz zu steigern, egal wie.

2. Warum ist es wichtig, dass Kunden die Produkte im Internet empfehlen? Welches Argument steht im Text?

a) Ein Drittel der Kunden, die auf diese Weise gewonnen werden, sind bereit, mehr zu bezahlen.

b) Ein Drittel der Konsumenten machen ihre Kaufentscheidung von Empfehlungen anderer abhängig.

c) Empfehlungsmarketing ist am Ende billiger für die Unternehmen.

3. Inwiefern wird der Handel kollaborativ?

a) Kunden können zum Beispiel mit abstimmen, wie das Produkt am Ende aussehen soll.

b) Kunden können die Preise der Produkte mitbestimmen.

c) Unternehmen stellen gezielt Kunden als Mitarbeiter ein.

4. Was kann, wie im Text beschrieben, passieren, wenn eine Marketingkampagne schiefläuft?

a) Es kann sein, dass sich negative Kommentare zu dem Produkt im Internet häufen.

b) Die Werbung für das neue Produkt wird ignoriert.

c) Die Kunden verwenden Werbeblocker, damit sie die Werbung nicht sehen müssen.

C-Level: Social Bots (durcheinandergeschüttelt)

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Bringe die Wörter wieder in die richtige Reihenfolge.

  1. “Bot” englischen Abkürzung also des ist eine Worts “robot”, “Roboter”.
  2. versuchen, die zu sozialen manipulieren Social-Bots Netzwerken in Meinungen.
  3. ist schwierig zu Einen programmieren, nicht Social-Bot.
  4. einfache Intelligenz Er sondern verwendet künstliche, Algorithmen keine.
  5. in Tweeds nach Social-Bots Hashtags Wörtern in suchen bestimmten Facebook-Postings oder.
  6. was Aktion Findet er in der Social-Bot, er sucht, tritt.
  7. zu vorgefertigten Beiträge fängt Er an, Antworten kommentieren mit.
  8. menschliche Falschmeldungen postet simuliert Verhaltensmuster Er und gezielt.
  9. Das Meinung des beeinflussen Social-Bots ist, die Ziel öffentliche es zu.

C-Level: Spear Phishing: Ausgetrickst!

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  1. Was weißt du über Social Engineering? Diskutiere!
  2. Lies den Text und entscheide dann, ob die Aussagen unten wahr oder falsch sind!

Daten sind das neue Gold – und das nicht erst seit der Digitalisierung. Schon früh haben Kriminelle erkannt, welche Vorteile es ihnen bringen würde, wenn sie Zugang zu Passwörtern, Bankkonten oder Patenten haben könnten. Cyber-Kriminelle hacken die Infrastruktur, wie kürzlich die Benzin-Pipeline in den USA. Bei der sogenannten Ransomware-Attacke werden Daten auf dem Computer verschlüsselt, und die Hacker fordern Millionen an Lösegeld für die Freigabe.

Während also viele Verbrecher die Technik ausnutzen, verbreitet sich noch eine andere Methode zur Erlangung von sensiblen Daten leise und unaufhörlich in den Netzwerken. Man hat den Eindruck, man spricht mit einem guten Freund, der mal eben Hilfe braucht, oder man wird von einem Experten auf ein erfundenes Computerproblem aufmerksam gemacht, das dieser freundlich anbietet zu lösen. Auch kann es sein, dass eine vermeintliche Autoritätsperson beauftragt, dringend etwas zu erledigen. Tatsächlich stecken hinter all dem Verbrecher, die unter falscher Identität arbeiten. Diese Methode wird auch Spear Phishing genannt.

Nach einer harmlos erscheinenden Kontaktaufnahme beginnt der Social Hacker schon zu arbeiten, indem er oder sie Daten über das persönliche Umfeld seines Opfers sammelt. Sie freunden sich regelrecht mit ihrem Opfer an. Umso einfacher ist es dann dieses einfach freundlich zu bitten, eine Software zu installieren, die angeblich notwendig ist und irgendetwas Gutes bewirken soll, sich aber später als Schadsoftware herausstellt. Der ausgetrickste Firmenmitarbeiter erteilt zur Installation seine Genehmigung. Da hilft das beste Anti-Viren-Programm nichts.

Firmen haben bereits damit begonnen, ihre Mitarbeiter zu schulen und auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Doch Studien ergaben, dass Mitarbeiter auch nach Schulungen noch bereit sind, Anhänge von E-Mails zu öffnen, ohne die Identität des Absenders vorher vollständig zu klären. Psychologische Beeinflussung ist eine mächtige Waffe. Gerade wenn man vor dem Schirm sitzt, sollte man sich im Klaren darüber sein, dass hinter der grafischen Benutzeroberfläche vieles verborgen bleibt.

a. Die Cyber-Kriminellen konnten die Benzin-Pipeline nicht knacken, alles war zu gut verschlüsselt. Deshalb suchen sie nach anderen Methoden. (Wahr/Falsch)

b. Spear Phishing ist eine andere Methode, um Zugang zu privaten Daten zu bekommen, die auf ausgeklügelter Computer- und Netzwerktechnik basiert. (Wahr/Falsch)

c. Charakteristisch für Spear Phishing ist, dass der Angreifer unter gefälschter Identität auftritt. (Wahr/Falsch)

d. Beim Spear Phishing zwingen Cyber-Kriminelle Autoritätspersonen, ihnen private Daten herauszugeben. (Wahr/Falsch)

e. Tatsächlich entwickelt der Hacker beim Spear Phishing mit dem Opfer eine freundschaftliche Beziehung, in der der oder die Betroffene dem Kriminellen tatsächlich liebend gerne jeden Gefallen tun würde. (Wahr/Falsch)

f. Auch nach Mitarbeiterschulungen im Social Engineering lassen sich die Beschäftigten immer noch weiter reinlegen. (Wahr/Falsch)

K-intensiv: Bist du eine Typ T Persönlichkeit?

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Vokabeln: 

B1: Abenteuer, Abhang, Flexibilität, Furcht, Fähigkeit, Gedanke, Gegenstand, Gen, Leichtsinn, Nervenkitzel, Tätowierung, Wahnsinn, atmen, erleben, extrem, leisten, unsichtbar, unterschiedlich

B2: Ausprägung, Autist, Eigenschaft, Gedächtnisleistung, Minimalismus, Persönlichkeit, Stuntman, aufhängen, befreundet, hineinversetzen, riskant, vertikal

C1/C2: Apnoe, Bombenentschärfer, Extremsportart, Neurochemie, Persönlichkeitstest, Persönlichkeitstyp, Profilbild, Superkraft, Telekinese, risikobereit, superstark

Fragen zur Diskussion:

1. Welches Profilbild von dir hast du in sozialen Medien? Beschreibe es!

2. Gibt es Personen, die irgendwie extrem aussehen (z.B. auch die Kleidung oder Tätowierungen, oder denke an die afrikanische “Tellerlippe”) und dir gefallen? Warum/ warum nicht?

3. Hast du selbst extreme Eigenschaften oder Fähigkeiten oder kennst du jemanden? (z.B. extreme Gedächtnisleistung oder extreme Flexibilität beim Yoga)

4. Denke an ein Tier mit extremen Eigenschaften. Welches möchtest du sein?

5. Welche Superkräfte hättest du gerne? (Fliegen können, sich unsichtbar machen können, Gedanken lesen können, Telekinese (Bewegtwerden von Gegenständen), superstark sein, unter Wasser atmen können, …)

6. Hast du jemals einen Persönlichkeitstest gemacht? Und wenn ja, welchen? Bist du mit dem Ergebnis zufrieden?

7. Mit dem Ausdruck “Typ T Persönlichkeit” bezieht man sich auf unterschiedliche Ausprägungen von Persönlichkeiten, die Anregendes, Aufregendes, Erregendes suchen, den Nervenkitzel mögen und risikobereit sind. Nach Frank Farley hat man diese Neurochemie in den Genen, oder eben nicht. Nach Margaret J. King ist das nicht einfach Leichtsinn oder Wahnsinn. Die Typ T Persönlichkeit kennt den Unterschied zwischen Angst und Furcht und mag die Idee, die riskante Situation zu kontrollieren und es zu schaffen.

a. Was hältst du von diesem Persönlichkeitstyp? Könntest du dir vorstellen, mit einem solchen Menschen befreundet zu sein?

b. Stell dir vor, du siehst jemanden zum Beispiel beim vertikalen Camping (das Zelt an einem Abhang aufhängen und dann dort übernachten). Was würdest du ihn/ sie gerne fragen? Formuliere mindestens drei Fragen.

8. Asperger Autisten können sich nur schwer in andere hineinversetzen, haben aber oft eine “Inselbegabung”, also einen Bereich, in dem sie Extremes leisten können.

Stell dir vor, du hast die Möglichkeit, ein Interview mit einem Asperger Autisten zu machen. Welche Fragen würdest du ihm/ ihr stellen?

9. Welche Extremsportart könntest du dir am ehesten vorstellen zu machen?

  • Seilrutsche (Zip-Lining)
  • Vertikalwindtunnel (Indoor Skydiving)
  • Volcano Boarding
  • Zorbing
  • Apnoe Tauchen
  • Wildwasserrafting

Wie würdest du dich dabei fühlen? Welche Gedanken hättest du dabei?

10. Erstelle eine Liste (bucket list) mit 10 extremen Abenteuern, die du (theoretisch) unternehmen würdest!

11. Was war das extremste Wetter, das du je erlebt hast?

12. Finde drei extreme Berufe. (z.B. Stuntman im Film, oder Bombenentschärfer, …)

13. Bei extremen Dingen denkt man oft an sehr große, bedeutende Dinge. Denke jetzt an extremen Minimalismus. Wäre das ein Lebensstil, den du dir vorstellen könntest?

C-Level: Tiefsee oder Weltraum?

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Lies den Text und wähle dann die richtige Antwort.

FEMALE-INTERVIEWER: Die Geschichte der Menschheit ist voller Forschungs- und Entdeckungsreisen zu immer entfernteren Orten. Die höchsten Berge, die tiefsten Ozeane, Antarktis und Wüste und dann auch der Weltraum. Nach siebenmonatiger Reise durchs All landete ein Raumfahrtzeug der NASA als erstes auf dem Mars. Der Rover “Perseverance” sendete bereits Bildaufnahmen von der Marsoberfläche. Er soll dabei auch untersuchen, ob es Hinweise auf früheres Leben auf dem Mars gibt. Die Nasa will im nächsten Schritt auch mit der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA zusammenarbeiten. Dabei wurde die Diskussion angestoßen, ob wir tatsächlich teure Weltraummissionen finanzieren sollen und nicht viel einfacher und sicherer bei der Erforschung unseres eigenen Planeten neue Organismen und Ökosysteme entdecken. Heute zu Gast im Studio: Geophysikerin Frau Dr. Gesine Bender, Expertin für bemannte Raumfahrt, und Herr Dr. Stefan Körner, Meeresbiologe an der Universität Göttingen, Fachrichtung “Maritime Technologien”.
FEMALE: Hallo, schön, hier sein zu dürfen.
MALE: Hallo, danke für die Einladung.
FEMALE-INTERVIEWER: Herr Dr. Körner, was kann die Tiefseeforschung, was die Raumfahrt nicht kann?
MALE: Nun, ich denke, was die Forschung in beiden Bereichen gemeinsam haben ist, dass es für uns zum Verständnis nicht nur dieses Planeten sondern des gesamten erreichbaren Sonnensystems gehört, zu wissen, was lebt, wie die Organismen funktionieren und wie die Ökosysteme aufgebaut sind. Was viele vergessen ist, dass überhaupt nur etwa zehn Prozent der Tiefsee erforscht sind. Bei jeder Expedition, bei der Tiefseeroboter ins Dunkel vordringen können, werden neue Spezies zutage gefördert. Und damit meine ich jetzt nicht nur seltsam anmutende Fische oder wabernde Quallen.
FEMALE-INTERVIEWER: Offensichtlich finden wir dort auch Organismen, die für die Nahrungsquelle wichtig sind und wertvolle Rohstoffe.
MALE: Ganz genau! Ohne die unzähligen Tier- und Mikrobenarten in der Tiefsee blieben manche Fischgründe leer.
FEMALE-INTERVIEWER: Aber lassen Sie uns hören, was Frau Dr. Bender über die Vorteile der Raumfahrt zu sagen hat! Die Idee, Fabriken auf dem Mars aufzubauen, um auf der Erde den Emissionsausstoß zu reduzieren liegt vorerst auf Eis, da der Transport der Geräte zu teuer ist. Wie kann uns die Raumfahrt sonst noch helfen.
FEMALE: Ob beim Wetterbericht, bei der Navigation im Auto oder beim Empfang von Fernsehprogrammen, immer ist die Raumfahrt mit im Spiel.
MALE: Aber einen Satelliten vom Erdboden ins All zu bekommen, ist immer noch extrem teuer. Ich denke nicht, dass diese Kosten gerechtfertigt sind!
FEMALE: Die Forschung im Weltall ist vor allem aus zwei Gründen für uns relevant und wichtig. Einerseits werden uns die Forschungsergebnisse der Marsmission helfen, Dinge über die Entstehung des Lebens besser zu verstehen, auch auf der Erde. Andererseits könnte die Forschung auf dem Mars letztendlich dabei helfen, auch Probleme auf der Erde, wie die Klimakrise, zu lösen. Bei dem Mars Oxygen Experiment wird bereits an einer Technologie geforscht, die das Kohlenstoffdioxid, das in der Marsatmosphäre reichlich vorhanden ist, in Sauerstoff umwandeln soll.
MALE: Frau Dr. Bender, bitte entschuldigen Sie, wenn ich Sie unterbreche. Es sind doch gerade die Ozeanpflanzen, die an die 70% des Sauerstoffs auf der Erde produzieren, was letztendlich nichts anderes heißt, dass wir den Ozean zum Atmen brauchen. Wir sollten eher Wege finden, diese wertvollen Ressourcen zu erhalten. Und das ist wesentlich einfacher als die Weltraumforschung!
FEMALE: Herr Dr. Körner, ich bin nicht gegen Tiefseeforschung per se. Aber ich möchte Ihnen gerne näher bringen, warum wir auch im Weltraum forschen sollten. Wir haben bereits viele wertvolle Erkenntnisse in den Bereichen Medizin und Technologie bekommen. Ohne die Raumfahrt hätte es wahrscheinlich nie Erfindungen wie Telefonkameras, dratlose Headsets oder Ohrthermometer gegeben. Denken Sie bitte auch an die Spinn-Offs, also die die technisch innovativen Verfahren oder Produkte aus der Raumfahrt, die man in andere Technikbereiche übernehmen kann. Raumfahrt kostet zwar mehr, aber durch die sozusagen “nebenbei” entwickelten Produkte lohnt sie sich auch.
FEMALE-INTERVIEWER: Frau Dr. Bender, Herr Dr. Körner, ich danke Ihnen sehr für diese wertvollen Einblicke. Forschungs- und Entdeckungsreisen werden die Menschheit auch in der Zukunft weiterhin begleiten und, ob nun auf dem Mars oder in der Tiefsee, zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen wie zu einem harmonischen Miteinander der Menschen auf der Erde, auf dem Mond und auf dem Mars beitragen.

Was ist die Grundproblematik im Interview?
Die Forschungsprojekte sind zu riskant und fordern unter Umständen Menschenleben.
Die Klimakrise zwingt uns dazu, nach anderen Lösungen zu suchen.
Sind die Erkenntnisse aus der Forschung wirklich so gewinnbringend, dass sie Aufwand und Kosten rechtfertigen?

Was haben die Forschungen in beiden Bereichen gemeinsam?
Erhebung von Daten für die Erforschung von Klima und Atmosphäre.
Erkenntnisee über Leben an noch unbekannten Orten gewinnen.
Nach Stoffen suchen, die für den Menschen ernährungsphysiologisch oder pharmazeutisch wichtig sein könnten.

Welche Ziele der Tiefseeforschung spricht Dr. Körner im Interview an?
Kohlenstoffdioxid in Sauerstoff umwandeln.
Exotische Fischarten und Quallen finden.
Organismen studieren und Nahrungsketten zurückverfolgen.

Welche Ziele der Weltraumforschung spricht Dr. Bender im Interview an?
Mit Erkenntnissen aus der Weltraumforschung konnten wir schon viele technologische Entwicklungen voranbringen.
Es geht um die Vorherrschaft im Weltraum und um strategische Planung.
Der Weltraum soll touristisch erschlossen werden.

C-Level: Space Cowboy – Als Tourist im Weltraum

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Lies den Text und wähle die Begriffe, die am besten passen.

“Lass uns mal was total Abgefahrenes machen!” sagte sie und ich musste lachen: “Normalerweise ist doch die Couch mit einer heißen Schokolade und etwas Salzgebäck das Beste, was dir passieren kann.” Aber ehe ich’s mich {verhörte|versah|aussah|mithörte}, fand ich mich vor dem Tablet und schaute mir die Angebote im Internetportal “Space Cowboy Premium” an. Doppel-Schlafsack oder Single? Erlebnis “Raumstation only” oder mit Außeneinsatz? Julie meinte es offensichtlich {gelassen|angebracht|dringend|ernst}. Sie wollte einen Trip ins Weltall machen! Naja, Anbieter gab es ja nun genug, sie waren in der letzten Zeit wie {Pilze aus dem Boden|Pflanzen aus der Erde|Bäume aus dem Grund|Blüten aus den Ästen} geschossen.

Sojus war gestern, wir wählten eine Rakete, mit besonders großen Panoramafenstern für das perfekte Selfie vor dem {grünen|grauen|blauen|gelben} Planeten. Unser Hotel war eine 8-Sterne-Raum-Residenz und wir würden eine Nacht dort bleiben. Am Abend vor dem großen Abenteuer ließen wir nochmal so richtig {das Schwein pfeifen|die Kuh fliegen|den Bär steppen|die Spatzen von den Dächern pfeifen}. “Julie, lass den Sekt im Kühlschrank! Du weißt doch gar nicht, wie du die Schwerelosigkeit {verhältst|verträgst|bemerkst|begreifst}!” Aus der Mail mit den Anweisungen, die man auf dem Trip befolgen sollte, konnte man entnehmen, dass es ohne Gravitation nicht so leicht für den Blutkreislauf werden sollte.

Am nächsten Morgen: Der Weltraumbahnhof Baikonur war {alles andere als|alles außer|nichts weiter als|nichts Größeres als} eine weite Ebene mit jeder Menge technischer Ausrüstung, die die Rakete ins Weltall schießen sollte. Also, hinein in die Raumanzüge und dann ab in die kommerzielle Kapsel. Der Start verlief {schwerelos|beispiellos|reibungslos|bewusstlos} und als wir die Kármán-Linie überquerten, musste ich lächeln. Um den Globus gejettet war ich schon oft, aber hier endete die Luftfahrt, und die Raumfahrt begann. Ich textete kurz meine Freunde: “Ich freue mich, euch aus dem Orbit zu sehen!”

Dann kamen wir in der Raumstation an und das Hotelpersonal führte uns durch die Module. Nach dem Abendessen passierte {die totale Verwirrung|das große Missgeschick|der große Kummer|das schwere Elend}. Zähneputzen stand auf der Agenda, und ich reichte Julie die Astronauten-Zahnpasta. Diese musste nach dem Putzen runtergeschluckt werden, denn sonst würde sie sich in der schwerelosen Kapsel überall im Raum verteilen. Julie war wohl in {Gedanken|Einbildung|Gedächtnis|Denken} gewesen und hatte das total vergessen. Da hatten wir {den Spinat|den Salat|die Gurke|das Gemüse}! Wir versuchten, die Zahnpasta von den Wänden zu wischen, so gut wir konnten, aber der Geruch blieb. Und das war erst eine der Eigenarten der Schwerelosigkeit. Die Schlafsäcke mussten gut befestigt werden, denn sonst würden sie irgendwohin {wegschweben|herumziehen|ausdehnen|verdrängen}. Zum Glück hatten wir darauf gut geachtet, so dass wir am nächsten Morgen noch da waren, wo wir auch eingeschlafen waren.

Am nächsten Morgen sah ich mit {einem Blick|einem Augenblick|einer Sicht|einer Ansicht} aus dem Fenster des Raumschiffs nachdenklich zur Erde. Aus der Distanz erscheinen Probleme des {profanen|irdischen|säkularen|bürgerlichen} Lebens klein und unbedeutend. Was bringt die Menschen dazu, Krieg zu führen und sich gegenseitig umzubringen? Sie bewohnen alle zusammen den Planeten. Warum verstehen sie sich nicht und halten einfach zusammen? Euch wurde ein Leben geschenkt, macht etwas Besseres daraus!

Auf dem Rückflug erlebten wir, wie es ist, in einer Kapsel zu sein, die bei Eintritt in die Erdatmosphäre 200 Grad Celsius heiß wird, landeten dann aber sicher im Wasser, wo wir vom Helfer-Team rausgefischt wurden. Tatsächlich war mir bei der Rückreise kurz {weiß|schwarz|gelb|grün} vor Augen geworden.

Die Julie, zurück auf der irdischen Couch mit ihrem Heißgetränk, Statusupdates ihrer Freunde checkend: “Lass uns doch das nächste Mal einen Spaziergang auf dem Mars machen. Ich werde sicher nicht wieder auf {die Intrigen|die Tücken|die Kunststücke|den Schachzug} der Schwerkraft reinfallen!”

Hörübung: Lernstrategien

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Hör dir das Audio an und löse die Aufgaben!

1. Ordne die Strategien in der Reihenfolge, wie sie im Podcast genannt werden.

2. Was sagt die Sprecherin darüber, wie effektiv diese Strategien sind?

3. Welche Aktivitäten kann der Lerner bei jeder Strategie durchführen?