Was bedeutet “(Aus)Bildung” für dich?

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die Alten: Luther in Eisenach

Vokabeln: Schulabgänger, Abitur, Hochschule, Notendurchschnitt, NC, Werkstudent, Berufseinstieg, ehrenamtlich

Fragen zur Diskussion:

1. Was lernt man in der Schule (Fächer)?

Im europäischen Mittelalter gab es die septem artes (Artistenfakultät), das System der sieben freien Künste. Zu den Fächern gehörten: trivium (grammatica, rhetorica, dialectica) und quatrivium (arithmetica, geometria, astronomia, musica).

Im Mittelpunkt stand das Erlernen der Redekunst. Vieles wurde heute gestrichen, zum Beispiel auch die Astronomie. Dafür gibt es neue Fächer, zum Beispiel Biologie und Chemie.

a) Welche Fächer gibt es in deinem Land in der Schule?

b) Welche Fächer würdest du wählen? Welche Fächer würdest du abwählen?

c) Welches Fach ist für dich für dein heutiges Leben das nützlichste?

d) Was lernt man in der Schule, was lernst du durch eigenes Bemühen?

2. Wie kannst du von Bildung profitieren?

Manche lernen, weil sie etwas besser können möchten, oder weil sie sich Dinge einprägen wollen, andere machen die Ausbildung, weil sie Karriere machen und viel Geld verdienen wollen. Hier ein paar Fragen:

a) Bist du weltoffener durch umfassende Bildung? Kannst du besser auf andere eingehen durch Bildung?

b) Hast du das Gefühl, du kannst dich mit Bildung prägnanter/präziser ausdrücken?

c) Wenn Denkprozesse in Gang gesetzt werden, beeinflussen sie unter Umständen deine aktuelle Entscheidung und führen dich gezielter durchs Leben?

d) Hat dich schon mal ein höheres Abstraktionslevel dazu geführt, (Welt-)Zusammenhänge besser zu verstehen? Welche Erkenntnis hattest du zuletzt?

3. Was hast du zuletzt gelernt? Was willst du noch lernen? Sind dir Grenzen gesetzt?

4. Nach dem Schulabschluss (Gap Year)

Versetze dich zurück in die Vergangenheit. Was wäre für dich denkbar nach dem Schulabschluss in Deutschland und warum?

a) ehrenamtliche Arbeit: FÖJ (freiwilliges ökologisches Jahr), FSJ (freiwilliges soziales Jahr)

b) freiwilliger Dienst im Ausland (z.B. Camp in Indien, um Brunnen zu bauen)

c) Bufdi (Bundesfreiwilligendienst)

d) Au-pair/ work&travel

e) ein Handwerk erlernen

f) Praktikum im Beruf

5. Bildungsland Deutschland

a) Es wird kritisiert, in Deutschland seien zu viele Jugendliche ohne Schulabschluss. Woran mag das liegen? Warum besteht so wenig Interesse an Schule und Lernen in Deutschland?

Haben Schüler keine Motivation mehr, weil sie nach dem Abschluss unter Umständen 100 Bewerbungen für eine Stelle schreiben und doch keine bekommen?

Fehlt unter Umständen der Anreiz, weil in Deutschland das Sozialsystem stark ist und die nicht Erwerbstätigen auffängt (Hartz IV, Arbeitslosengeld)?

Oder werden einfache Lerntechniken (Schreiben, Rechnen) nicht mehr geübt, weil der Computer/Taschenrechner das genauso machen kann?

Wie ist es in deinem Land?

b) In den Medien wird erwähnt, das Bildungsland Deutschland hätte nur marode Schulgebäude zu bieten. Was muss ein Schulgebäude tatsächlich leisten (Heizung im Winter, schließende Fenster)? Findest du den Kritikpunkt gerechtfertigt?

Wie sind Schulgebäude in deinem Land ausgestattet?

c) Schließlich wird ein Mangel an qualifizierten Lehrkräften beklagt. Jedoch kommen in Deutschland 24-28 Schüler auf einen Lehrer, was akzeptabel ist. Möglicherweise ist nicht der Lehrermangel das Problem, sondern die Qualität der Lehrer. Sind sie enthusiastisch? Können sie die Schüler motivieren?

Ist in deinem Land der Beruf des Lehrers angesehen?

d) Stell dir vor du wärst Bildungsminister. Für welche Reformen würdest du eintreten?

6. Bildung im digitalen Wandel

Neue Formen, um sich zu bilden: hochwertige Bildungsformate digitaler Anbieter (udacity, edX, coursera & Co) oder Lerncoaches, die man über digitale Netzwerke finden kann.

a) Nutzt du eines oder mehrere davon? Wie sind deine Erfahrungen?

b) Konntest du das Zertifikat, das du von einem online-Bildungsanbieter bekommst bereits sinnvoll nutzen? Oder ist es mehr das Wissen und die Qualifikation, die dich reizt und die du dann sinnvoll in deinem Beruf einsetzen kannst? Wie reagiert dein Arbeitgeber?

c) Aus dieser Perspektive: Denkst du die staatlichen Bildungssysteme sind veraltet? Nicht flexibel genug? Wie siehst du die Zukunft der Bildung?

 

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Das Geschäftsessen

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Ein paar Notizen 🙂

so tricky kann es sein: Schnittblumen schenkt man in Südchina, aber nicht in Nordchina. In Deutschland sind schöne Blumensträuße immer willkommen.

Sitzordnung?

  • Man sitzt in Deutschland mit anderen Tischen zusammen in einem großen Raum und sollte deshalb nicht zu laut reden.
  • Der Gastgeber setzt sich zuletzt! Deshalb bitte pünktlich sein.

Handy?

  • Das Handy niemals auf den Tisch legen.
  • In gehobenen Restaurants kann das Handy auch beim Kellner abgegeben werden, der einen informiert, falls jemand anruft.

Haltung?

  • Gerade sitzen und die Ellbogen nicht auf dem Tisch abstützen.

Alkohol?

  • Man sollte nicht zu viel trinken, kann auch ablehnen.
  • Der Gastgeber beginnt mit einem Toast. Danach können die Gäste trinken.

Essen?

  • Es wird nie das teuerste Gericht auf der Karte bestellt.
  • Am Buffet: Keine großen Portionen aufhäufen. Lieber mehrmals gehen.
  • Der Teller wird leer gegessen und es wird normalerweise nichts mitgenommen

Besteck?

  • Jeder bekommt seinen eigenen Teller und Gericht. Gabel und Messer können für Chinesen gewöhnungsbedürftig sein. Es ist egal in welche Hand man das Messer oder die Gabel nimmt. Aber man beginnt mit Besteck sowie mit Gläsern von außen nach innen.
  • Code mit dem Besteck: 20-nach-8-Stellung mit der Gabel auf acht und dem Messer auf 20 Minuten = “Pause.” 20-nach-4-Position  = “Ich bin fertig.”
  • Nur Artischocken, Canapés, Austern, Garnelen, Spareribs, Wachteln und Muscheln dürfen mit den Fingern gegessen werden. Für Fisch gibt es ein extra Messer, das Fischmesser.
  • Keine (Fisch-)Abfälle auf den Boden werfen, sondern auf einen extra Teller tun.

Serviette?

  • Serviette wird in der Regel ausgebreitet und auf den Schoß gelegt.
  • Serviette beim Aufstehen links neben dem Teller ablegen.
  • Der Gastgeber beendet das Essen, indem er als erster seine Serviette links neben dem Teller ablegt. Danach die Gäste.

Gesprächsstoff?

 

K-intensiv zu Wohnen

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Vokabeln: Studentenwohnheim, Kasten, Einrichtung, Aufzug, Quadratmeter, renovieren, (die Wohnung) putzen, Platz, hell/dunkel, einziehen/ausziehen, Leuchten, Sitzgelegenheit, Raufasertapete, tapezieren, Laminat

Fragen zur Diskussion: 

1. Wie würdest du die Einrichtung deiner Wohnung beschreiben: a) Mainstream, b) Experimentierfreude, c) Traditionsbewusstsein?

2. Welches ist für dich das wichtigste Zimmer in der Wohnung? Beschreibe es: Welche Farbe haben die Wände? Welche Einrichtung? Was machst du dort hauptsächlich?

3. Welches ist dein liebstes Möbelstück, bzw. welches Möbelstück würdest du anschaffen, wenn du viel Geld hättest?

4. Welche sind die wichtigsten Eigenschaften von Möbeln für dich? Praktisch, ästhetisch, Status zeigen, bequem, ergonomisch, harmonisches Design, kreative Kombinationen, viel buntes, schlicht, Ruhe…

5. Stört dich irgendetwas an deiner aktuellen Wohnung? Hast du evtl. früher etwas eingerichtet, was du jetzt nur schwer ändern kannst? Oder hast du Einrichtungs-Geschenke bekommen, die du zwar magst, aber nicht so richtig unterbringen kannst?

6. Es gibt Skype-Berater und 3-D-Raumplaner kann man simulieren, wie sich ein neues Möbelstück auf den Raum auswirkt. Hast du dir mal überlegt, deine Wohnung komplett umzugestalten?

7. Stichwort “Platz” in der Wohnung. Wo kann man mit Einrichtungstipps tricksen?

8. Leuchten. Dekoratives Licht, Technisches Licht. Warmes Licht, Salzkristallleuchte, Dimmer. Was fällt dir ein, um eine angenehme Beleuchtung in deinen Zimmern zu erzielen?

9. Bequemes Sitzen: Erfinde ein Möbelstück dazu, das allen deinen Anforderungen entspricht. Denke an Material, Größe, Ergonomie, Optik, individuell einstellbar, …

10. Wie dekorierst du deine Wohnung? z.B.: Hängst du Bilder/ Poster auf? Hast du viele Kissen auf Couch und Bett? Teppiche?

11. Hast du bei dir zu Hause smart home Elemente? (z.B. effiziente Steuerung der Lichtquellen per APP: “Alexa mach das Licht an!”)

12. Bist du mal ins Ausland (nach Deutschland) gezogen und was musstest du alles organisieren? Ziehst du oft um?

13. Vergleiche die Wohnwelten in deinem Land mit der Wohnwelt in Deutschland. Beispiel: Ist die Küche oder das Wohnzimmer der Mittelpunkt, wenn Gäste kommen?

14. “Ein neues Haus, ein neuer Mensch.” (Goethe) Dein Kommentar.

15. Gehst du auf Möbelmessen (z.B. Köln)?

16. Stell dir vor, du wärst Nachwuchsdesigner. Was würdest du erfinden?

 

Shopping und Konsum

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Vokabeln: Sonderangebot, Spontankauf, Produktvielfalt, bummeln, Hochsaison, zollfrei einkaufen, ausverkauft, gadgets, Discounter, Preisnachlass, online-Shopping, Portemonnaie

Fragen zur Diskussion: 

1. Wie ist deine Einstellung zum Konsumieren?

a) ich lass mir was empfehlen

b) ich kaufe Sonderangebote

c) ich probiere Neues aus

d) ich bleibe bei meiner Marke

e) ich sage einfach “nein” zu allem

2. Kaufst du eher offline ein oder mehr online? Worauf kommt es an?

3. Denke an “kaufen heißt laufen”. Was bedeutet online-Shopping für Auswahl, Preisvergleich und Warenlieferungen per Paketdienst? Denke an weitere Vorteile von online-Shopping, aber auch Nachteile.

4. o2o (online to offline) könnte zum Beispiel eine Restaurant-App sein, mit der man das Restaurant sucht, einen Platz reserviert und bezahlt, aber zum Verzehr physisch im Restaurant anwesend sein muss. Bist du schon mit o2o-Angeboten in Kontakt gekommen?

5. Machst du manchmal Schaufensterbummel mit Freunden? Kennst du ein gutes Geschäft? Vergleiche große Geschäfte vs. kleine Geschäfte.

6. Wo oder wie kaufst du nicht gerne ein?

7. “Eine Konsumgesellschaft ist dadurch gekennzeichnet, dass die Menschen nicht nur das konsumieren oder kaufen, was sie zum Überleben benötigen, sondern auch die „schönen“ Dinge des Lebens.” (wikipedia). Was war mal eine echt nützliche Produktentwicklung? (z.B. Bose-Kopfhörer). Oder kennst du irgendwelche tollen Gadgets, die du letztens gesehen hast?

8. “Das letzte Hemd hat keine Taschen.” Wird man im Alter bedürfnisloser? Hast du in jungen Jahren anders konsumiert?

9. Standest du schon mal vor der Frage, ob du etwas tatsächlich kaufst oder es dir zur Verwendung nur mal leihst (z.B. Teppichreinigungsmaschine)?

10. Sparst du beim Einkauf? Wie?

a) DIY: Ikea

b) Black Friday

c) Duty Free, zollfreier Einkauf

d) Kaufst du manchmal an einem ausländischen Urlaubsort etwas, das du sonst nicht in der Form bekommst?

11. Gibt es Jahreszeiten, zu denen besonders viel eingekauft wird? (z.B. Weihnachten in Deutschland)

12. Wo stößt du auf Werbung und wie reagierst du darauf? Irgendwelche außergewöhnlichen Orte für Werbung und geschickte Vermarktung?

13. Musst du manchmal schnell sein, weil das Produkt sonst ausverkauft ist? Wie beeinflusst das deine Kaufentscheidung? Machst du manchmal Spontankauf und bereust es? Oder planst du alles gut durch?

14. Hast du dich schon mal betrogen gefühlt?

15. Internationale Vermarktung hat Vor- und Nachteile: Manche sind froh, dass sie ein bestimmtes Produkt/ Restaurantkette etc. auch in fernen Ländern finden, andere beklagen die Vereinheitlichung, Besonderheiten gingen verloren. Was denkst du?

16. Was sind Vor- und Nachteile einer Marke? Denke an gleichbleibende Qualität, aber auch Fälschungen.

 

K-intensiv zu Filme

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Vokabeln: Drehbuch, Drehort, gruselig, unterhaltsam, langweilig, Maskenbildner, Szene, handlungsarm, lehrreich, Literaturverfilmung, Regisseur, witzig, Großleinwand, Zuschauer, (Einschalt-)Quote, Hauptrolle, Charaktere

Fragen zur Diskussion: 

1. Die Filmvorführung der Brüder Lumière am 28. Dezember 1895 in Paris gilt als Geburtsstunde des Mediums Film. Wie hat sich seither Filmvorführung verändert?

Gehören Filme auf eine große Leinwand? Denke auch an Public Viewing. Welche Sendungen sehen sich die Leute gemeinsam an? Welche Sendung würdest du vorschlagen?

Oder siehst du dir Filme lieber zu Hause an? Netflix?

2. Das Setting: Sind (atemberaubende) Landschaften wichtig? Sandstrände und Mangrovenwälder?

Oder: Wenn der Film an einem Ort spielt, wo du selbst schon warst, macht das den Film interessanter?

3. Sind für dich historische Themen interessanter oder kannst du Themen der Gegenwart besser nachempfinden?

4. Erzähle von einem Film mit Symbolen oder (historischen) Anspielungen, die du als solche erkannt hast.

5. Welche Themen interessieren dich genau? Wo besteht für dich u.U. Identifikationsmöglichkeit mit den Figuren auf der Leinwand?

Unter welches Filmgenre kannst du deine Lieblingsfilme einordnen?

Die Geschichte wird oft in dem Moment interessant, wo Probleme entstehen (“Konfliktpotential” der Erzählung). Welche Fragen werden in deinem Lieblingsfilm aufgeworfen? (Z.B. Frage nach Gerechtigkeit etc.)

Beispiele: 

  • a) Diskurs über Liebe. Themen: i) Helden werden oft dargestellt als “Sklaven ihrer Liebesbedürftigkeit”, ii) Wie kann ich mein Liebesleben so erfreulich wie möglich gestalten? Denke an Liebende, die sich am Morgen trennen müssen, iii) “Heilmittel” Liebe: Was mache ich, wenn ich liebe, aber nicht widergeliebt werde?
  • b) Genre Science Fiction: die Begegnung mit dem Fremden, Gesellschaft der Zukunft. Weltraumerkundungen: Siehst du gerne Space Operas?
  • c) Politische Themen: Kolonialismus, das Bild des edlen Wilden (indigene Kulturen), Rassismus?
  • d) Urbaner Realismus, Alltagsleben?

6. Wie muss der Film sein: emotional packend oder durchweg rational?

7. Gewalt in Filmen: Erzähle von einer schrecklichen Filmszene.

8. Was ist für dich interessanter: Dokumentarfilm oder Fiktion? Dokumentarische Beobachtung oder subtile Inszenierung?

9. Wie wichtig ist die Filmmusik?

10. Wie wichtig ist gute Kameraführung? Sind technische Neuerungen entscheidend für das Genre?

11. Welche Filmfestivals gibt es in deinem Land? (Zum Beispiel: Festival Internacional de Cine de Mar del Plata in Südamerika,  das Kolkata Film Festival in Asien. Die Festivals von Berlin, Cannes und Venedig gelten als die wichtigsten Filmfestivals weltweit.)

12. Fatih Akin, Tom Tykwer, Doris Dörrie. Welche deutschen Regisseure kennst du? Kennst du auch einen berühmten Regisseur aus deinem Land?

Spielt das Alter der Filmemacher eine Rolle für die Qualität des Films? (Generation Millenials). Stell dir vor, du wärst Regisseur: Worüber würdest du einen Film drehen? Prägen eigene Erfahrungen des Regisseurs den gesamten Film?

13. Welche deutschen Schauspieler kennst du und welche berühmten Schauspieler gibt es in deinem Land? Warum findest du einen bestimmten Schauspieler besonders gut? Welche Qualitäten muss ein guter Schauspieler für dich haben?

14. Denke an Berufe in der Filmindustrie: Wärst du gerne Schauspieler/ Regisseur? Kostümbildner? Drehbuchautor? Kameramann?

15. Werden in deinem Land manchmal deutsche Filme in den Kinos gezeigt? Sind ausländische Filme untertitelt oder synchronisiert?

16. Nenne fünf Filme, die man gesehen haben muss, und begründe.

 

Das Wetter – kein Small Talk Thema

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Was ist “Klimawandel”?

Klima ist der Durchschnittswert von täglichen Wetterdaten, gemittelt, und gibt Übersicht über die Gesamtlage. Klima ist damit mehr als tägliches Wetter. Man erkennt die Wetterwitterung.

Klimawandel ist eine Veränderung der Mittelwerte. Man hat erkannt, dass sich Verschiebungen ergeben. Es wird im Mittel (über das ganze Jahr gesehen) ein Grad Celsius wärmer jedes Jahr.

Wodurch wird der Klimawandel hervorgerufen? Was ist der “Glashauseffekt”?

Die “Erdatmosphäre” verändert sich, das ist die Luftschicht, die rund um die Erde ist. Sie wird im Mittel um einige Grad dicker. Das CO2, ein Gas in dieser Schicht, lässt die Sonnenstrahlung zwar durch bis zur Erde (weil es kurzwellig ist), die reflektierte Strahlung kann aber nicht zurück in den Weltraum abstrahlen (weil sie langwellig ist), weil sie durch die CO2-Schicht nicht durch kommt. Es wird also im Prinzip immer wärmer auf der Erde (Glashauseffekt, Treibhauseffekt).

Es gibt allerdings einen Bestandteil der Luft, von dem man nicht wusste, dass es den Temperaturanstieg viermal mehr beeinflusst als das CO2, nämlich Methan. CO2 und Methan werden “Treibhausgase” genannt.

Wo ist CO2? CO2 entsteht bei allen Vorgängen, die auf Verbrennung beruhen, z.B. erzeugt der Benzinmotor oder die Heizung/Klimaanlage CO2.

Wo ist Methan? Der Boden in Permafrostgebieten (z.B. Alaska, Sibirien) ist mit einer so dicken Eisschicht abgedichtet, dass das Methan im schlammigen Boden nicht entweichen kann. Aber mit der Bodenerwärmung, die durch den Klimawandel hervorgerufen wird, schmilzt die “Dichtung” ab und es entweicht ständig Methan aus dem Permafrostboden.

Und was ist das “Ozonloch”?

Das Ozonloch ist ein anderes Thema. In der Atmosphäre gibt es Bereiche, in denen das Ozon O3 immer weniger vorkommt, die Ozonschicht wird also dünner. Das bedeutet, dass die Sonnenstrahlung leichter durch die Schicht auf die Erde kommt. Der Effekt sind all jene Schäden, die dann durch die UV-Strahlung entstehen.

Wie wirkt sich der Klimawandel auf den 50. Breitengrad aus? (50. Breitengrad geht durch Mainz)

Es wird im Mittel (über das ganze Jahr gesehen) ein Grad wärmer. Das bedeutet u.a.:

  • Weniger Schneedicke, der Schnee taut sofort weg. Damit fällt die Wärmeisolation des Bodens weg. Denn normalerweise haben wir in Deutschland eine frostfreie Tiefe des Bodens von 80 cm.
  • Heiße Sommer. Es gibt hochgerechnete Zahlen, die angeben, wie viele 40-Grad-Tage wir im Jahr haben werden. Folgen: Die Wiesen verdorren, es gibt kein Futter mehr, Kartoffeln müssen stärker gewässert werden, aber das Trinkwasser wird knapper.
  • Wärmebedürftige Organismen rücken nach Norden. Problematisch ist dies vor allem bei Schädlingen oder bei Malaria.

Was kann man gegen den Klimawandel tun?

Denke an: Energiewende, Sparlampen, Solarzellen, Windräder, erneuerbare Energien

 

Fragen zur Diskussion:

1. Was ist dein Lieblingswetter in deinem Land? Gibt es etwas, was man typischerweise dann macht, wie z.B. in Deutschland im Winter Schlittschuh laufen oder Glühwein trinken?

2. Welchen positiven oder negativen Einfluss auf das tägliche Leben hat das Wetter in deinem Land (denke an Verkehrschaos durch Schnee in Deutschland oder Sachschäden durch Stürme)?

3. Wie ist das Wetter an deinem liebsten Urlaubsort? Zu welcher Jahreszeit fährst du dorthin und was kannst du dort typischerweise machen?

4. Wie ist das Wetter an deinem Wohnort heute/diese Woche?

5. Ist das Wetter typisch für diese Jahreszeit? Ist es anders als vor 20 Jahren (Klimawandel)?

6. Beschreibe das extremste Wetter, das du je erlebt hast: ein Gewitter oder eine plötzliche Hitzewelle etc.

7. In allen Klimazonen gibt es eine Übergangszone von Sommer zu Winter. Sind in deinem Heimatland die vier Jahreszeiten sehr ausgeprägt? Erzähle mir, wie die Jahreszeiten in deinem Land aussehen!

(zur Info: Im Allgemeinen gleichen größere Wassermassen in einem Landgebiet (in Deutschland: Bodensee) das Klima aus. Dort, wo größere Wasserflächen sind, sind die Jahreszeiten weniger ausgeprägt. Dort, wo keine Wassermassen sind, gibt es heißere Sommer und kältere Winter.)

 

 

K-intensiv über regionale Varianten des Deutschen

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Sich die regionalen Varianten im Deutschen für das “Brötchen” anzusehen, ist sicherlich aufschlussreich, weil es das Grundnahrungsmittel in Deutschland ist und überall angeboten wird.

Der DTV-Atlas der Deutschen Sprache schreibt: Schrippe (in der Region um Berlin verbreitet) gehört zu einem Verb “schripfen” (“aufreißen”), wegen der aufgerissenen Rinde. Semmel ist im Südosten von Deutschland verbreitet (v.a. Bayern). Althochdeutsch “semala” heißt dabei “feinstes Weizenmehl”. Im Südwesten ist “Wecken” verbreitet, von Althochdeutsch “weggi” (“Keil”), wegen der keilförmigen Gestaltung des Gebäcks. “Rundstück” schließlich sagt man in Norddeutschland, zum Beispiel Hamburg.

Genauso sind für das Wort “sprechen” verschiedene Bezeichnungen in den verschiedenen Regionen von Deutschland geläufig: reden, plaudern, schwätzen, schwatzen, küren, schnacken, …

 

Vokabeln: Landsleute, (gegenseitige) Verständlichkeit, Plattdeutsch, Verbreitung, Vorbild, Amtssprache, Landessprache, Alphabetisierung, Wortschöpfung, Missverständnisse

Fragen zur Diskussion: 

1. Fällt dir ein Ding/ Konzept aus deinem Land ein, für das es in den verschiedenen Regionen unterschiedliche Wörter gibt?

2. Welche Sprache wird in deinem Land im Schulunterricht, mit Familie und Freunden gesprochen, welche Sprache hört man im Radio und Fernsehen?

3. Welche bekannten Dialekte/Mundarten gibt es in deinem Land?

4. Welcher ist der durchsetzungsfähigste/ bekannteste Dialekt in deinem Land?

5. In Deutschland wird zum Beispiel bei manchen Bierwerbungen Dialekt gesprochen. Wird in deinem Land in den Medien oder der Öffentlichkeit manchmal Dialekt gesprochen?

6. Kennst du Pop-Sänger, die in einem Dialekt deines Landes singen? (vgl. “Nordisch by Nature” von der Gruppe “Fettes Brot” und viele andere)

7. In Deutschland gibt es sogar VHS-Kurse, in denen man einen Dialekt lernen kann. Wird die Vielfalt der Dialekte in deinem Land politisch in Bildungsinstitutionen gefördert?

8. Gibt es in deinem Land Entlehnungen aus dem Deutschen?

9. In Deutschland soll Luther mit seiner Bibelübersetzung das Hochdeutsche stark geprägt haben. Wie ist die “Entstehungsgeschichte” der Standardsprache in deinem Land? Wer hat sie geprägt? (Politiker, Schriftsteller, Übersetzer?)

10. In Deutschland hatte die Sprache der ehemaligen Residenzstadt von Preußen (Hannover) hohes Prestige. In welcher Stadt wird in deinem Land die beste Standardsprache gesprochen?

11. Konrad Duden hat die Rechtschreibung der deutschen Sprache 1880 zum ersten Mal festgelegt. Gibt es eine Organisation in deinem Land, die die Standardsprache kontrolliert und z.B. auch Neologismen aufnimmt?

12. Findest du es puristisch, die Sprache strikt zu standardisieren, und Abweichungen immer zu verbessern?